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Marcus
Klammer L'ordine delle interazioni come accadimenti spazio-temporali non riveste una funzione descrittiva ma la simula soltanto, allo scopo di stringere un rapporto tra il reale della vita ed il reale dell'arte, e Fasoli collega queste due categorie introducendo dei veicoli significanti allegorico-simbolici, cui viene sovente fatto cenno già nel titolo dell'opera. Si pensi a Spazio Interattivo n. 6, " Mare Quasi Calmo", realizzato nel 1989 a Riva del Garda. La strategia è semplice. Attraverso il carattere informativo del dato metereologico, l'osservatore è indotto a verificare l'informazione. Viene tuttavia ad attivarsi un procedimento quasi strumentale, che vuole l'osservatore come tassello dello " spazio interattivo" da porre a confronto con la questione di senso: ma si tratta d'un gioco chiarificatore, o affermativo, o epochizzante? Il
traguardo raggiunto dall'osservatore non viene certo fornito
dal discorso contenutistico, anche quando il procedere della
comunicazione avviene in maniera pianificata e finalizzata.
Alla fine del percorso, lo Spazio Interattivo n. 6 ci
conduce ad un apparecchio televisivo che, invertendo
l'ordine del movimento delle immagini, offre all'osservatore
la visione d'una statica immagine blu. Ed è
l'osservatore stesso, grazie alla propria manovra
d'avanzamento, che ha provocato quel simulato movimento
d'onde. Grazie al ruolo di guida in questo viaggio attraverso le interazioni, Fasoli ci appalesa le condizioni di straneità della nostra classificazione visuale, incoraggiandoci a diffidare dell'immediatezza del quotidiano. E proprio nel momento in cui ci stimola a prendere la finzione per verità e la simulazione per realtà, c'insegna il cammino che ci conduce ad acquisire la cultura del quotidiano. E non soltanto l'osservatore viene a domandarsi quali effetti produca l'immettersi nel compito oggettual-formale dell'arte nel contesto di mondi d'immagini tra simulazione del quotidiano e contenuto simbologico: è l'osservatore stesso, infatti, che deve collegare con la sua realtà e con il suo linguaggio d'immagini l'apparato artistico. E, al di là dell'interazione tra produttore e fruitore, andrebbe posto il problema circa la durata cronologica delle forme, che, ne fornisce ampia testimonianza la storia dell'arte, sopravvive ai contenuti iconografici.
Die Anordnung der "Interaktionen" als räumlich-zeitliches Geschehen hat keine darstellende Funktion, es täuscht sie nur vor, um so eine Beziehung zwischen Lebenswirklichkeit und Kunstwirklichkeit zu knüpfen. Als Verbindung zwischen beiden Kategorien setzt Fasoli symbolisch-allegorische Bedeutungsträger ein, auf die öfters schon im Titel einer Arbeit hingewiesen wird, z.B. Spazio Interattivo n. 6, "Mare Quasi Calmo", die 1989 in Riva am Gardasee realisiert wurde. Die Strategie ist einfach. Durch den Ankündigungscharakter der meteorologischen Information wird der Betrachter zu einer Verifizierung der Ankündigung veranlasst. Es stellt sich jedoch als instrumentelles Verfahren heraus, den Betrachter als ein Bestandteil des "spazio interattivo" zu deklarieren und ihn mit der Sinnfrage zu konfrontieren: Handelt es sich um ein aufklärisches, affirmatives oder indifferentes Spiel? Das Ergebnis, zu dem der Betrachter gelangt, ist durch den inhaltlichen Diskurs nicht vorgegeben, selbst wenn der Verlauf der Kommunikation geplant und zielgerichtet verläuft. AIs Abschluss des Weges führt die Interaktion Nr. 6 zu einem Fernsehgerät, das in Umkehrung der Bewegung realer Bildabläufe dem Betrachter ein statisches blaues BiId vorsetzt, nachdem er die simulierte Wellenbewegung ohnehin durch seINe eigene Fortbewegung hervorgerufen hat. Die strukturierende Kraft in den Räumen von Fasoli sind nicht die gestaltete Form, das Material. Diese haben in auffallender Weise einen imitativen, banaler Charakter. Man hat den Eindruck, dass die Form als lnstrument der Schönheit hinderlich ist, ein Ballast, auf den Fasoli bewusst versichtet, um das zu erreichen, was als die Erkenntnisfunktion in der Kunst umschrieben werden kann. Auf diese Weise erkiärt sich die Verknüpfung unterschiedlischer logischer Systeme, z.B. der Gegensatz zwischen ikonographischem Gehalt und Wirklichkeitsbezug. Die Arbeiten von Fasoli beanspruchen ein kommunikatives System zu sein, das im Betrachter eine Denkmaschine in Bewegung setzt und sich als Beitrag zur Klärung des Kulturproblems unserer Gegenwart versteht. So kreisen die Interaktionen un gezielt ausgewählte Realitäten: alitägliche Situationen, Analogien, Imitationsverhalten als Aneignung von Natur, Kompensationsbilder der Natur (Sturm, Wind, Zerstörung), Zugehorigkeitsattribute (Fotos, Kunsumartikel, Fetische) u.a. Durch seine Rolle als Reiseleiter durch die Interaktionen führt Fasoli dabei die Bedingungen unserer visuellen Fremdbestimmung vor Augen und ermutigt uns, der alitäglichen Unmittelbarkeit zu misstrauen. Indem er uns animiert, Fiktion für Wahrheit und Simulation für Realität zu halten, weist er einen Weg zur Aneignung der Alltagskultur. Welche Auswirkungen es hat, sich in der formgestalterischen Aufgabe der Kunst auf die Bildwelten zwischen Alltagssimulation und Symbolgehalten einzulassen, ist nicht nur eine Frage des Betrachters. Dieser ist es zwar, der die künstlerische Inszenierung mit seiner Wirklichkeit und seiner Bildsprache vernetzen muss. Über die lnteraktion zwischen Bildgestalter und Bildkonsument hinaus wäre die Frage nach der zeituchen Dauer der Formen zu stellen, die - wie die Geschichte der Kunst vielfach bestätigt - den ikonographyschen Gehalt überlebt. |
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