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Michael Nischke
"Portfolio", "Photographie", magazine, München, Oktober 1999.
"Symbolobjekte aus dem Weltlabor", "Photographie", magazine, München, Oktober 1999.
"Symbolobjekte aus dem Weltlabor", "Foto Digital", magazine, München, August 2001.






"Portfolio"
Paola und Giancarlo Fasoli leben and arbeiten in Trient, Italien. Inihren Arbeiten setzen sie sich seit 1984 mit Theme der kulturellen Interaktion auseinander. In Kenya, Myanmar, Veneding, London, New York und zuletzt in Indien nahmen sie jeweils für längere Zeit Stimmungen und Visionen für ihre Künstlerischen Projekte auf. Den Kern ihrer recht unterschiedlichen Arbeiten nennen sie "zona operativa" (Arbeitsfeld) Ihre subjektiv Bilder der Erde werden durch die digitalen Bearbeitungen zu Interaktiven Räumen (Spazi Interattivi).
Die leicht voyeurustisch anmutenden Arbeiten aus New York und London machen das öffentlich, was sich in der Heimat der beiden Künstler nach deren Meinung noch schamhalft verschlossen abspielt. Alltäglichkeit und erotik werden auf surreale Weise kombiniert. Die umfassenden Composings aus Häuserfassaden, Details, Innenräumen und nachträglich im Studio arrangierten Porträts geben detailscharf die Ambivalenz moderner Stadtlandschaften wider. Bewusst bedienen sich die Fasolis plakativer Bildumserzungen und lösen so die 100 mal 150 Zentimeter grossen Bilder aus ihrem ursprünglichen zeitlichen und geographlischen Kontext.
Bereits früch haben Fasoli m&m angefangen, ihre künstlerischen Visionen mit Digitalen Mitteln umzusetzen. Gerade die Bildmontage eignet sich besonders gut für den Aufbau neuer Bildräume. Zügig hat das Künstlerpaar die technischen Raffenessen für sich genutzt. So überzeugen ihre digitalen Ausdrucke auf Fotopapier auch durch ihr perfektes Finish.

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"Symbolbjekt aus dem Weltlabor"
Das Eintauchen in andere Kulturen ist für "Fasoli m&m" - m&m steht für "marito e moglie", zu deutsch Ehemann und Ehefrau - das zentrale Thema und Konstruktives Moment all ihrer Ptojekte "Wie lebenin der Welt" erklären sie kurz und bündig, "und die Welt ist unser Labor." Zu diesem Zweck unternehmen die Fasolis für ihre "zona Operativa" - Proiekte ausgedehnte Reisen. Das bedingunglose Eintauchen in eine fremde Kultur stellt für das Künstlerehepaar den Scklüssel für die konkrete Umsetzung dar. Vor Ort erst erschliesst sich dem Team das bildnerische Konzept. Doch entgegen landläufiger Arbeitssystematik beginnt das eigentliche Ausarbeiten und Entdecken des Erlebten erst nach der Rückkehr, wenn die Fasolis zu Trient ihre fotografischen Fragmente bearbeiten. Grundprinzip ihre Arbeiten ist die Langsamkeit Kontrast zur oberflächlichen schnellebigkeit. Hinzu kommt, wie sie sagen, "das Leben zwiwchen zwei Situazionen, Zuständen". So unterschiedlich die Reiseziele der letzen Jahre ausgefallen sind, so individuell präsentieren sich die jeweiligen Umsetzungen: Die jüngsten "Interaktionen", wie es die Fasolis nennen, wurden im Gebiet das Turkana Sees in Kenia, in Myanmar und quasi als "Heimspiel" in der Lagune von Venedig durchgeführt. Das Fotografenehepaar verbringt grundsätzlich erst einmal einige Zeit im alltäglichen Leben vor Ort. Sie reisen mit Klein busse, ernähren sich und schlafen wie die Einheimishen, in Kenia beispielsweise auf dem Erdboden. Durch meist zufällig geknüpfte Kontakte entwickeln sich nach und nach konkrete künsterische Visionen. Die Fasolis beobachten ihre Umwelt und spüren den Spannungsfeldern zwischen und Geographie nach. Die Annäherung an die Kultur der jeweilingen Regionen verdichtet sich in symbolträchtigen Objekten, beispielsweise "Glaskäfer", die in der Lagune von Venedig vorkommenden Inskten nachempfunden sind, gakochte Reiskörner in Burma oder Stoffbänder in Afrika. Diese Dokumente werden nicht ethnologisch bewertet, sondern dienen als Klammer für die spezielle Bildsprache des Künstlerehepaares. Die Symbolobjekte bekommen so eine starke Präsenz. Zufälligkeiten werden ausgegrenzt; wie ein Puzzle führen die Fasolis die Visuellen Splitter zu einem endgültigen Werk zusammen.

Offene Kontaktsuche und Klausur im Studio
"Wir benötigten eine Technik, die es uns ermöglicht, in kurzer Zeit unsere Erinnerungen und Gedanke umzusetzen. Diese Technik ist mittlerweile fester Bestandteil unserer Arbeit. Doch nach und verblassen die Inspirationen", geben beide zu bedenken. Nach der offenen Kontaktsuche auf Reisen begeben sich die Fasolis, zurückgekehrt in ihr Studio, in eine Art freiwillige Klausur. Nur so kann gewährleistet sein, dass die künstlerischen Umsetzungen ihrer Beobachtungen und Erinnerungen die nötige Authentizität mitbringen.
Giancarlo und Paola Fasoli fotografieren mit Kameras Canon EOS 5 und EOS 1N RS undObjektiven der Brennweiten 17, 28, 70-200 Millimeter. Als Aufnahmematerial setzen sie die Diafilme Fuji Sensia 100, Fuji Velvia 50 und Fuji MS 100/1000 ein? Das Rohmaterial wid bei der Aussbereitung zunächst gesichtet und eingescannt. Für kleine Ausdruckformate wird der Fil-scanner eingesetzt, grössere Ausgabe formate werden auf dem professionellen Trommel-scanner digitalisiert. Für die künstlerische Visualisierung nutzen sie dann alle verfüghbaren multimedialen Möglichkeiten. "Wir gehören zu den ersten Küntlern, die mit elektrischer Fotografie experimentierten", erläutern die Fasolis. "Denn um intensiv mit Fotografien arbeiten zu können, bauchten wir die entsprechende Technik".
Mitunter erhalten Bilteile so eine andere Farbe, doch im grossen und ganzen soll der dokumentarische Charakter der Aufnahmen erhalten bleiben. Vermehrt entscheiden sie sich jedoch auch für utopische Zusammenstellungen. In Triptychen angeordnet, stehen Körper und Landschaften gegenüber. Dieses Komzept vermengt sich zunehmend zu einem Gesamtarrangement. Den Schwerpunkt der letzen Arbeiten bilden denn auch in einanderkopierte Bildfragmente. Dadurch lösen die Fotografen ihre Bilder aus dem festen räumlichen Kontext.
Die digitale Technik ist für m&m Fasoli ein Mittel zum Zweck. Nicht die unbergrenzte Bildmanipulation stht im Vorderground, sonder die saubere Umsetzung konzeptioneller Bildideen. Durch diese Technik bleibt die Bildwirkung auch auf grossen Bildformaten erhalten. Perfekt und konturenscharf werden mehrere Fotos zusammengebrecht: Aussenaufnahmen vor Ort, Details, Räume und Porträtaufnahmen, für sich allein genommen eher Schnappschüsse, bilden plötzlich eine spannungsreche Einheit. Wie perfekt dies geschehen kann, beweisen etwa die grossfarmatigen Werke der Serie "Interactive Space No. 74, London 1998" Die Ausdrucke (begrenzte Serien von drei Prints) überzeugen durch lebendige, satte Farben und hauchfeine Kontrastübergänge.

Digitale Komposition aus Kulturfragmenten
Das vorest letzte Projekt führte die beiden Künstler für zwei Monate nach Südindien. Dort ergab sich der Kontakt zu einem Maler, der unter Anleitung von Fasoli Menschen in ihrer Umgebung im landestypischen Stil auf grossformatigen Leinwänden porträtierte. Die Reproduktionen dieser Porträts wurden zusammen mit "Kulturfragementen" zu einem symbolbeladenen Objekt komponiert. "Hierbei ist die digitale Fotografie ein ideales Medium", stellen m&m Fasoli begeitstert fest.

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"Die Symbolbilder von Fasoli m&m"
Das Eintauchen in andere Kul-turen ist für "Fasoli m&m" das zentrale Thema ihrer Ar-beit "Wir leben in der Welt",erklaren sie kurz und bündig, ,"und die Welt ist unser Labor". Zu diesem Zweck unternehmen die Fasolis für ihre, "zona operativa"-Projekte, wie sie die Arbeit vor Ort nennen, ausgedehnte Reisen. Das bedingungslose Eintaueben in eine fremde Kultur stellt für das Künstler-ehepaar den Schlüssel für die konkrete Umsetzung dar. Vor Ort erst erschließt sich dem Team das bildnerische Kon-zept. Das Fotografenehepaar verbringt grundsätzlich erst einmal einige Zeit imalltäglichen Leben vor Ort. Durch meist zufällig geknüpfte Kontakte entwickeln sich nach und nach konkrete künstlerische Visionen. Nach der offenen Kontaktsuche auf Reisen begeben sich die Fasolis, zurückgekehnt in ihr Studio, in eine Art freiwillige Klausur. Jetzt be-ginnt das eigentliche Ausarbeiten am Macintosh-Rechner. Wie ein Puzzle fü-gen sie die digitalisierten Einzelfotos mit dem Bildbearbeit-ungsprogramm (Photoshop) zu dem endgültigen Werk zusammen. "Wir benötigen eine Technik, die es uns ermöglicht, in kurzer Zeit unsere Erinnemngen und Gedanken umzusetzen". Die spontane und fast grenzenlose Bearbeitung der einzelnen Bilddokumente bietet die digitale Bildbearbeitung auf perfekte Weise an.
Beste Ergebnisse: Film und Pixel
Giancarlo und Paola Fasoli fotografieren mit herkömmlichen SLR-Kameras (Canon EOS 5 und EOS 1N RS) sowie Wechselobjektiven der Brennweiten 17, 28, 70 und 70-200 Millimeter. Als Auf-nahmematerial setzen sie die Diafilme Fuji Sensia 100, Fuji Velvia 50 und den Fuji MS 100/1000 ein.Das Rohmaterial wird bei der Aufberei-tung zunächst gesichtet und einge scannt. Für kleine Ausdruckformate wird der Filmscanner eingesetzt, größe-re Ausgabeformate werden auf dem professionellen Trommelscanner digi-talisiert. "Wir gehören zu einen der ersten Künstlet; die mit elektronischer Fotografie experimentierten", erläutern sie. "Denn um intensiv mit Fotografien arbeiten zu können, brauchten wir die entsprecbende Technik." Mitunter er-halten Bildteile so eine andere Farbe, doch im Großen und Ganzen soll der dokumentarische Charakter der Aufnahmen erhalten bleiben. Bis zu einer Woche "ohne große Arbeitspausen" vergeht, bis eines der Digitalkunstwer-ke fertig ist für die professionelle Aus-belichtung auf Fotopapier. Mittlerweile ist die Kalibrierung soweit fortgeschrit-ten, dass die Motive nur noch auf eine CD gebrannt werden und dann zur Be-lichtung gehen. Testausdrucke mit dem Inkjet-Drucker sind nur noch für Detailkontrollen notwendig. Ansonsten entstehen die umfangreichen Composings auf dem Papier (als Skizzen) und dem Bildschirm. Die besten Ergebnisse hahen sie mit dem Durst Lambda-Belichter erzielen können. Dann zeichnen sich die 50 x 50 cm, 100 x 100 cm oder 100 x 150 cm großen Kunstwerke der rund 80 bis 125MB großen Bliddateien durch eine unvergleichliche Brillanz und Tiefe aus. Die Auflage der ein-drucksvollen Symholwelten heschränkt sich zumeist auf höchstens sechs Bilder pro Motiv. Den Schwerpunkt der letzten Arbeiten bilden immer wieder ineinander kopierte Bildfragmente. Dadurch lösen die Fotografen ihre Bilder aus dem festen räumlichen und zeitlichen Kontext. Immer wichtiger wird der Aspekt der Globalisierung. "Wie weit ist die individuelle Kulturlandschaft he-reits verloren gegangen?", fragen die Künstler.
Erst die Idee macht das Bild
Die digitale Technik ist für m&m Faso-li ein Mittel zum Zweck. Nicht die un-begrenzte Bildmanipulation steht im Vordergrund, sondern die saubere Um-setzung konzeptioneller Bildideen. Durch diese Technik bleiht die Bildwir-kung auch auf großen Bildformaten erhalten. Perfekt und konturenscharf werden mehrere Fotos zusammenge-bracht: Außenaufnahmen vor Ort, De-tails, Räume und Porträtaufnahmen, für sich allein genommen eher Schnapp-schüsse, bilden plötzlich eine spannungsreiche Einheit.
Ob in Kenia, Myanmar, Venedig, Lon-don, New York, Indien, Florenz oder Paris, immer nahm sich das Ehepaarje-weils länger Zeit um Stimmungen und Visionen für ihre künstlerischen Pro-jekte aufnehmen zu können. Den Kern ihrer recht unterschiedlichen Arbeiten nennen sie "zona operativa" (Arbeits-feld). Ihre subjektiv selektierten Bilder der Erde werden durch die digitalen Bearbeitungen zu interaktiven Räumen ("spazio interrattivo").

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